Bergische Münzgeschichte

Kupferstich der ursprünglichen Burg an der Wupper um das Jahr 1715
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Geschichte des Herzogtums Berg

Das Herzogtum Berg war ein Teilgebiet des "Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation", gelegen im Osten des Rheinlandes.

Es besteht von 1080 unter Adolf I. von Berg als Grafschaft Berg.

Wilhelm II. Graf von Berg erhält 1380 auf dem Reichstag zu Aachen die Herzogswürde. Die Grafschaft Berg wird unter ihm (als Wilhelm I. Herzog von Berg) zum Herzogtum Berg erhoben.

1423 erfolgt unter Adolf VII. der Zusammenschluss der Herzogtümer Jülich und Berg, im Jahre 1521 dann die Vereinigung der Herzogtümer Jülich, Kleve und Berg und der Grafschaften Mark und Ravensberg zum "Vereinigten Herzogtum Jülich-Kleve-Berg".
Letzter Herrscher des Herzogtums Jülich-Kleve-Berg ist Johann Wilhelm I., der am 25.03.1609 kinderlos verstirbt. Es beginnt ein heftiger Streit um die Erbfolge ("Jülich-Klevischer Erbfolgestreit") zwischen Johann Sigismund von Brandenburg und Philipp Ludwig von Pfalz-Neuburg. Im Dortmunder Vergleich von 1609 einigen sich beide, den Besitz gemeinschaftlich verwalten zu lassen. Die Regierung soll von den "Possidierenden", den Abgesandten beider Seiten (Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg, Philipp Ludwig und Markgraf Ernst -ein Bruder von Johann Sigismund) ausgeübt werden.

Im Vertrag von Xanten vom 12.11.1614 werden das Herzogtum Kleve sowie die Grafschaften Mark und Ravensberg dem Kurfürstentum Brandenburg zugesprochen, das Herzogtum Jülich-Berg dem Herzogtum Pfalz-Neuburg.

Im Jahre 1742 fällt das Herzogtum Jülich-Berg an Pfalz-Sulzbach, im Jahr 1777 an Kurbayern.

Die seit 1423 existierende Verbindung der Herzogtümer Jülich und Berg endet im Jahre 1795 mit der Besetzung durch Frankreich.

Um 1800 verfügt das Herzogtum Berg über eine Fläche von ca. 3.000 Quadratkilometern, die Bevölkerung ist auf über 260.000 angewachsen.

Am 15.03.1806 tritt König Maximilian I. Joseph sein Herzogtum Berg an Napoleon ab. Napoleon übereignet die Souveränität an seinen Schwager Joachim Murat, der sich fortan Herzog von Berg nennt. Im Juli 1806 erklärt Murat den Austritt aus dem Heiligen Römischen Reich und nimmt den Titel eines Großherzogs von Berg an. Das Großherzogtum Berg ist von 1806 bis 1813 ein Satellitenstaat des Kaiserreichs Frankreich.

Nach der Völkerschlacht von Leipzig (16.10. bis 19.10.1813) löst sich das Großherzogtum Berg faktisch auf. Am 17.12.1813 errichten die Alliierten das General-Gouvernement Berg.

Im Juni 1814 erfolgt die Besetzung durch preußische Truppen. Berg wird Teil der Provinz Jülich-Kleve-Berg mit dem Verwaltungssitz in Köln.
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Karte des Herzogtums "Jülich-Kleve-Berg" um 1610

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Die Herrscher von Berg

Die Herrscher des Bergischen Landes residieren zunächst auf Burg Berge in Odenthal-Altenberg.

Ab ca. 1133 erbaut Adolf II. eine Burg über der Wupper als Sitz der Grafen von Berg, nach dem Wiederaufbau bis heute als "Schloss Burg" bekannt. Fortan residieren die Grafen von Berg auf Schloss Burg.

Im Jahre 1385 entschließt sich Wilhelm I. Herzog von Berg seine Residenz von Schloss Burg nach Düsseldorf zu verlegen. Düsseldorf wird zur Residenzstadt des Herzogtums Berg erhoben.
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Historische Chronologie der Bergischen Regenten von 1080 - 1806

von 1080 bis 1106 Adolf I. von Berg
von 1106 bis 1160 Adolf II. von Berg ("Herr vom Berge")
von 1160 bis 1189 Engelbert I. von Berg
von 1189 bis 1218 Adolf III. von Berg
von 1218 bis 1225 Engelbert II. von Berg ("Der Heilige")
von 1225 bis 1246 Heinrich IV. von Limburg
von 1246 bis 1259 Adolf IV. von Berg
von 1259 bis 1296 Adolf V. von Berg
von 1296 bis 1308 Wilhelm I. von Berg
von 1308 bis 1348 Adolf VI. von Berg
von 1348 bis 1360 Gerhard I. von Berg
von 1360 bis 1380 Wilhelm II. Graf von Berg
von 1380 bis 1408 Wilhelm I. Herzog von Berg
von 1408 bis 1423 Adolf VII. Herzog von Berg
von 1423 bis 1437 Adolf VII. Herzog von Jülich-Berg
von 1437 bis 1475 Gerhard II. von Jülich-Berg
von 1475 bis 1511 Wilhelm III. von Berg (Wilhelm IV. von Jülich)
von 1511 bis 1539 Johann III. von Jülich-Kleve-Berg ("Der Friedfertige")
von 1539 bis 1592 Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg ("Der Reiche")
von 1592 bis 1609 Johann Wilhelm I. von Jülich-Kleve-Berg
von 1614 bis 1653 Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg
von 1653 bis 1679 Philipp Wilhelm von der Pfalz
von 1679 bis 1716 Johann Wilhelm II. von der Pfalz (genannt "Jan Wellem")
von 1716 bis 1742 Karl III. Philipp von der Pfalz, Herzog von Jülich-Berg
von 1742 bis 1799 Karl IV. Philipp Theodor von der Pfalz und Bayern, Herzog von Jülich-Berg
von 1799 bis 1806 Maximilian IV. Joseph von Bayern, Herzog von Jülich und Berg

Die Präfekten des französischen Departements
von 1806 bis 1806 Joachim Murat Herzog zu Berg und Kleve
von 1806 bis 1808 Joachim Murat Großherzog von Berg
von 1808 bis 1809 Napoleon Bonaparte
von 1809 bis 1813 Napoleon Louis Bonaparte
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Südlicher Teil der Grafschaft Berg zur Zeit Engelbert I. (1160 bis 1189)

Karte von Berg (Mercator-Hondius-Atlas, Amsterdam 1609)
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Die Münzgeschichte des bergischen Landes

Das königliche Münzrecht des "Heiligen Römischen Reiches" weitet sich ab ca. 1060 auch auf weltliche Fürsten aus.

Die Münzforschung im Bergischen Land beginnt ihre genealogische Folge mit Adolf I. (1080-1106), dem ersten urkundlich nachweisbaren Graf von Berg und Begründer der gleichnamigen Grafschaft. Er nutzt die Möglichkeit zur Herstellung und Ausgabe der ersten bergischen Münzen in seiner Grafschaft. Bekannt ist ein Pfennigstück aus Silber, das eine Nachbildung von Kölner Pfennigen darstellt.

Auch sein Nachfolger Adolf II. (1106-1160), in einer Urkunde von 1068 als "Herr vom Berge" bezeichnet, lässt in Wildberg bergische Pfennige nach Kölner Vorbild schlagen, ohne jedoch im Besitz eines vom König zu verleihenden Münzprivilegs zu sein. Der erzbischöfliche Stuhl in Köln duldet diese Prägung, nicht zuletzt auch deshalb, weil mehrere Bischöfe aus dem Hause Berg kamen.

Engelbert I. (1160-1189) bildet Kölner Pfennige nach.

Ihm folgt Adolf III. (1189-1218), von dem keine Münzen bekannt sind.

Engelbert II. (1218-1225), der bedeutendste Graf von Berg, sichert die Geldversorgung von Köln aus. Er lässt als Erzbischof von Köln Münzen schlagen, bergische Münzen sind nicht bekannt.

Adolf IV. (1246-1259) lässt um 1250 wieder Pfennige nach Kölner Muster schlagen. Die Münzen tragen auf der Rückseite den Namen des Kölner Erzbischofes Konrad von Hochstaden. Die Münzstätte wird in Wildberg betrieben.

Adolf V. (1259-1296) erhält 1275 von König Rudolf das Recht, in der Stadt Wipperfürth Münzen zu prägen. Die bis dato in Wildberg betriebene Münzstätte wird dauerhaft nach Wipperfürth verlegt. Hier werden Pfennige und Vierlinge (Viertelpfennige) hergestellt.

Münzen von Wilhelm I. (1296-1308) sind nicht bekannt.

Jedoch kennt man 2 ½-Pfennig-Stücke von Adolf VI. (1308-1348) sowie sog. Turnosgroschen, auch "Turnose" genannt. Bei der Turnose handelt es sich um eine Großmünze im Wert von 12 Pfennigen (= 1 Schilling), die ihren Ursprung in der französischen Stadt Tours hat. Im Jahr 1326 erhält Adolf VI. von König Ludwig von Bayern das sog. "Große Turnosenprivileg". Die Turnose bildet fast ein Jahrhundert das Hauptzahlungsmittel im Bergischen Land und wird dann durch den Weißpfennig abgelöst.

Gerhard I. (1348-1360) lässt einen Doppelschilling schlagen. Um 1350 wird die Münzstätte in Wipperfürth geschlossen und die Münzproduktion nach Köln-Mülheim verlagert. Vorübergehend prägt man auch an einigen anderen Orten, so in Gerresheim, Lennep, Ratingen und Remagen.

Ratingen erhält 1276 die Stadtrechte und tritt neben Wipperfürth und Mülheim um das Jahr 1360 als Münzstätte in Erscheinung. Eine gesuchte Rarität ist die unter Wilhelm II. (1360-1408) geprägte "Ratinger Turnose". 1380 wird die Grafschaft Berg zum Herzogtum erhoben. Wilhelm II. seit 1380 der erste Herzog von Berg, lässt als Herzog Wilhelm I. von Berg diverse Münzsorten prägen, so Sterlinge, Turnosen, Heller, ab ca. 1377 auch die sog . Weißpfennige, später dann Goldgulden (in Anlehnung an Kölner und Trierer Vorbilder), Albus (rheinische Groschen) bzw. Schillinge (halbe Weißpfennige). Bergische Schillinge aus der Zeit Wilhelm II. sind relativ selten, während Weißpfennige und Turnosen heute noch häufiger im Münzhandel angeboten werden. Der Weißpfennig hatte ursprünglich einen Wert von 24 Pfennigen. Bergische Pfennige des 14. Jahrhunderts werden Denare genannt. Bekannt ist der Denar von Mülheim. Er dürfte für den Handel mit Westfalen bestimmt gewesen sein.

Unter Adolf VII. (1408-1437) kommt es 1423 zu der Vereinigung mit dem Herzogtum Jülich. In dieser Zeit werden u.a. Weißpfennige und Wappenturnose in Mülheim geprägt. Sie unterscheiden sich von denen seines Vorgängers nur durch den Namen.

Aus der Zeit Gerhard II. (1437-1475) findet man Goldgulden und Silbermünzen zu 1 Heller (Doppelpfennige) und Weißpfennige. Wäre Gerhard ohne männlichen Erben geblieben, wäre Berg an Köln gefallen.

Ganze und halbe Weißpfennige, Gulden, Heller, Albus und Schilling, die alle undatiert sind, werden noch unter Wilhelm III. (1475-1511) geprägt. 1482 erscheint erstmals eine Münze mit Prägejahr. Diese Bausche trägt auf der Vorderseite die Schrift "Wilhelm Dux Jul Z Mon" und auf der Rückseite "M CCCC LXXXII Moneta Nova Molhem". Von münzgeschichtlicher Bedeutung für das Rheinland wird das Jahr 1477, als sich wegen des starken Geldverfalls die Kurfürsten von Mainz, Trier und Pfalz sowie Herzog Wilhelm zum sog. Rheinischen Münzverein zusammenschließen.

Unter Johann III. (1511-1539) kommt am 15.05.1521 zur Vereinigung der Herzogtümer Kleve-Mark mit Jülich-Berg-Ravensberg zum Herzogtum "Jülich-Kleve-Berg". Es entsteht eine territoriale Macht am Rhein. Unter Johann III. werden Goldgulden, Bausche und Heller geschlagen. Als erster Fürst im Rheinland läßt er die ersten großen Silbermünzen im Werte eines Goldguldens, den "Guldengroschen" prägen. Ab 1540 werden sie dann als "Thaler" bezeichnet.

Desgleichen finden sich Taler aus der Zeit von 1540 bis 1570, die in die Regentschaft von Wilhelm V. (1539-1592) fallen. Bis ca. 1589 werden in der Münzstätte Düsseldorf Goldgulden, Taler, Albus und Heller geprägt.

Johann Wilhelm I. (1592-1609) verlegt die Münzproduktion von Mülheim nach Düsseldorf, wo in der Zeit von 1604 bis 1609 Rheinische Gulden aus Gold und Heller geschlagen werden. Taler aus dieser Zeit sind sehr selten.

Mit dem Tod Johann Wilhelm I. im Jahre 1609 kommt es zu einer mehrjährigen Besetzung des Landes. Im Vertrag von Xanten fallen 1614 Kleve, Mark und Ravensberg an Brandenburg, das Herzogtum Jülich-Berg an Pfalz-Neuburg. Unter Wolfgang Wilhelm (1614-1653) Herzog von Jülich-Berg und Pfalz-Neuburg wird der erste bergische Dukaten geschlagen. Es folgen Münzen auch als Bruchteile von Gulden, so z.B. der Sechzehntel Gulden oder auch der Achtelgulden. In Düsseldorf wurden nur wenige Taler geprägt. Die meisten Taler kommen aus dem pfälzischen Mutterland.

Von 1670 bis 1691 erfolgt erneut eine Verlegung der bergischen Münzstätte von Düsseldorf nach Mülheim. Es finden sich heute eine Vielzahl von Kleinmünzen, die zwischen 1670 und 1675 geschlagen werden und die in die Zeit von Philipp Wilhelm (1653-1679) fallen, so u.a. Albus- und Heller-Stücke sowie Achteltaler.

Auch aus der Zeit Johann Wilhelm II. (1679-1716), im Volksmund "Jan Wellem" genannt, sind eine Reihe schöner Taler und deren Teilstücke bekannt, so z.B. der Sechstel Taler. Diese Münzen werden ab 1696 wieder in der damaligen Residenzstadt Düsseldorf geprägt. Jan Wellem hielt Zeit seines Lebens treu zu Kaiser und Reich und war nach dem Tode seines Neffen, Kaiser Josef I., gemeinsam mit dem Kurfürsten von Sachsen sog. Reichsvikar. Beide führten die Regierungsgeschäfte im Jahre 1711 bis zur Wahl Kaiser Karl VI. Aus dieser Zeit stammen die Vikariatsmünzen des Jahres 1711, die bis zur Wahl Kaiser Karl VI. in Erinnerung an dieses Ereignis geprägt wurden.

Carl III. Philipp (1716-1742) führt ab ca. 1736 im bergischen Land den Stüber ein. Bekannt sind auch Münzen mit dem Nennwert von 20 Kreuzern sowie Sechstel Taler. Carl Philipp war seit 1706 kaiserlicher Statthalter in Tirol und hatte es nicht eilig nach Düsseldorf zu kommen. Er geht 1717 nach Neuburg, 1718 nach Heidelberg und 1720 nach Mannheim. Das Bergische Land hat er nie gesehen. Eine sehr interessante Münze ist der Ausbeute 2/3 Taler von 1738.

1742 fällt das Herzogtum Jülich-Berg an Pfalz-Sulzbach, im Jahr 1777 an Kurbayern. 1765 unter Carl II. Philipp Theodor (1742-1799) beginnt die Produktion der sog. Konventionstaler (Wert = 96 Stüber). Heute finden sich noch viele Stüber aus dieser Zeit, so Viertelstüber, Halbestüber, Ein-, Zwei- oder Drei-Stüber Stücke, aber auch Dukaten. Aus dieser Zeit stammen Dukaten Taler, so u.a. der Wildberger Ausbeutetaler von 1751 aus der Münze Mannheim. Die Residenz bleibt in Mannheim, 1777 verlegt sie Carl Theodor nach München. Besonders erwähnenswert ist die Erbauung des Benrather Schlosses.

Ab 1801 werden unter Maximilian I. Joseph (1799-1806) in Düsseldorf neben den Stübern die ersten Reichstaler geschlagen. Der Wert eines Reichstalers beträgt 60 Stüber. Die Stüber-Münzen sind weiterhin in großer Zahl im Umlauf und werden auch heute noch sehr oft angeboten.

Unter Joachim Murat (1806-1808), dem von Napoleon eingesetzten (Groß)herzog von Berg, kommt es neben der Herstellung von Stübern und Reichstalern auch zur Ausgabe des sog. "Cassatalers", der infolge seines geringeren Feingehalts nur noch mit ca. 57 Stübern gehandelt wird. Im Jahre 1808 wird Murat König von Neapel, 1815 wird er in Pizzo erschossen.


Das Bild zeigt auf der linken bzw. auf der rechten Seite die Vor- bzw. die Rückseite eines "Bergischen Cassatalers" aus dem Jahre 1807. Die Rückseite mit der Darstellung des Großherzogs Murat dient den Münzfreunden Hilden als Vereins-Logo.
Der mittlere Bildteil zeigt die Abbildung einer Porzellanfigur der Firma Scheibe Alsbach von C. Lysek aus den 70er Jahren, bezeichnet mit "MURAT" und "1767 - 1815". Die Unterseite der Figur enthält die Inschrift:
"Beau frere de Napoleon - Marechat en 1804 - Grand Duc de Berg 1806 - Roi de Naples 1808 - fusille 1815" (Schwager von Napoleon - Marschall 1804 - Großherzog von Berg 1806 - König von Neapel 1808 - Erschossen 1815).


Im Jahre 1809 endet die Geschichte der bergischen Münzen.

Fortan gilt in der bergischen Region die Währung des französischen Kaiserreiches. Die Münzstätte in Düsseldorf ruht. Der dort seit 1805 tätige Münzmeister Theodor Stockmar wird pensioniert. Das Bergische Land fällt durch den Beschluss im Wiener Kongress am 15.04.1815 an Preußen. Landesherr ist nun König Friedrich Wilhelm III. von Preußen (1797-1840).

Die Düsseldorfer Münze wird 1816 durch Preußen wieder in Betrieb genommen und Theodor Stockmar als Münzmeister einberufen. Schon ein Jahr später wird er aufgrund von "Nachlässigkeiten" entlassen.

Ab 1816 bis 1848 prägt die von Preußen betriebene Münzstätte in Düsseldorf preußische Münzen für das gesamte Königreich unter dem Münzzeichen "D". Dann wird der Münzbetrieb endgültig eingestellt und die Münzstätte geschlossen.
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Auf einer separaten Seite beschäftigen sich die Münzfreunde Hilden speziell mit dem
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Die Darstellung der bergischen Münzen von 1080 bis 1809 erfolgt auf der Seite
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